Service

Die ÖGHL schließt satzungsgemäß explizit alle Tätigkeiten aus, die von §77 StGB und § 78 StGB umfaßt werden. Um dies sicherzustellen, bietet die ÖGHL derzeit keine individuelle Beratung an, möchte aber zumindest Informationen zum rechtlichen Mittel der Patientenverfügung bereitstellen, und stützt sich dabei ausschließlich auf Informationen der Patientenanwaltschaft.

Patientenverfügungen

Als Patientin oder Patient können Sie jederzeit und ohne Begründung eine ärztliche Behandlung ablehnen. Eine solche Ablehnung ist dann nicht mehr möglich, wenn die Einsichts-, Urteils- oder Äußerungsfähigkeit, beispielsweise durch Demenzerkrankung, verloren gegangen ist. Für diesen Zeitpunkt können Sie vorsorgen, indem Sie in einer Patientenverfügung erklären, daß Sie bestimmte medizinische Behandlungen ablehnen. 

 

Die Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft schreibt dazu auf ihrer Webseite„Mit einer Patientenverfügung können bestimmte medizinische Behandlungen im Voraus abgelehnt werden. Somit sichert eine Patientenverfügung letztlich Ihre Selbstbestimmung. Die Verfügung gilt erst dann, wenn Sie Ihren Willen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausdrücken können - zum Beispiel, weil Sie nicht mehr kommunizieren können oder weil Sie nicht mehr über die notwendigen geistigen Fähigkeiten verfügen. Die Patientenverfügung kann jederzeit widerrufen werden.“

 

Um eine verbindliche Patientenverfügung zu erstellen sind mehrere Vorschriften zu beachten. Es wird empfohlen, dafür das österreichweit verwendete, standardisierte Formular zu nutzen. So gehen Sie sicher, dass die Verfügung alle notwendigen formalen Kriterien erfüllt. (Patientenverfügungen, die den Vorschriften nicht in allen Punkten entsprechen, sind nicht verbindlich; sie müssen lediglich „berücksichtigt“ werden.) Die Errichtung einer Patientenverfügung ist bei einer österreichischen Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft kostenlos, lediglich für die vorher erforderliche ärztliche Beratung fallen Kosten an. 

 

Die Österreichische Gesellschaft für ein humanes Lebensende (ÖGHL) empfielt daher bei Interesse die Errichtung einer verbindlichen Patientenverfügung.

Vortragsangebot: Eine Patientenverfügung richtig erstellen

Die ehemalige Hospizkoordinatorin Fr. Christine Weber bietet in Zusammenarbeit mit der ÖGHL ehrenamtlich Vorträge an, in denen Sie über Patientenverfügungen informiert. Die Vorträge können in Wien und im Waldviertel gehalten werden. Titel des Vortrags ist: „Eine Patientenverfügung richtig erstellen“. Dauer dieses Vortrages:  1 Stunde. Wenn Sie an einem Vortrag interessiert sind oder weitere Informationen wünschen, kontaktieren Sie bitte direkt

Patientenanwaltschaft

Weitere Informationen sowie  die notwendigen Unterlagen für die Errichtung einer Patientenverfügung und das empfohlene Formular erhält man kostenlos bei der