Testimonials

[Diese Seite befindet sich im Aufbau]

 

Die ÖGHL erfuhr seit ihrer Gründung Anfang 2019 viel Unterstützung, Förderung und Anerkennung. Zu den prominenten Unterstützern und Mitgliedern der ÖGHL zählen unter anderem:

Joesi Prokopetz
© Fotocredit: Gary Milano

Joesi Prokopetz

Autor

 

"Ich bin nicht gefragt worden, wann, wie und ob ich dieses Leben betreten will. Ich wurde in die Welt geworfen. Ich möchte daher, wenn ich meine, dass mein Leben gelebt ist, für mich entscheiden, wann ich dieses Leben verlassen möchte. Ich verwehre mich ausdrücklich, durch einen anachronistischen voraufklärerischen Impetus, als Untoter  gegen meinen Willen weiter leben zu müssen." („Der Tod ist so schlimm nicht, läßt er sich doch weitgehend im Liegen erledigen.“)


Lotte Ingrisch

Lotte Ingrisch

Schriftstellerin

 

"Wir brauchen eine neue Ars moriendi, denn wir haben das Sterben verlernt. Wir kämpfen um unser Leben, weil wir glauben, dass wir nichts anderes haben. Wir klammern uns an den Leib, weil wir glauben, dass wir nichts anderes sind. 

Da wir unsere biologische Existenz für die einzige halten, haben wir das Leben für heilig erklärt. Soweit es uns selbst betrifft, verteidigen wir es mit äußerster Grausamkeit. Anderen, die wir als Feinde oder Nahrung bezeichnen, versuchen wir es mit allen Mitteln zu rauben. Wir nehmen  Materie auf, und wir scheiden Materie aus. Was soll daran heilig sein?

Staat und Gesellschaft fordern, dass wir unsere Triebe im Falle der Maßlosigkeit unterdrücken. Ein maßloser Lebenstrieb aber wird von Staat und Gesellschaft unterstützt, und der medizinische Fortschritt gestattet kaum mehr ein natürliches Ende. Das Resultat ist persönlicihes wie familiäres Elend und Menschen, die sich selbst überlebt haben, in Altersheimen, Spitälern und häuslicher Langzeitpflege.

Als der hippokratische Eid formuliert wurde, war die Medizin noch nicht in der Lage, die natürlichen  Ablaufdaten zu missachten. Das Züchten lebender Leichen kann kaum ihre Aufgabe sein. Der hippokratische Eid entspricht nicht mehr den sittlichen Geboten und gehört endlich verändert. Nicht nur ein Recht auf Leben! Wir haben ein Recht auf den Tod. Jeder, dessen leibliche Existenz unzumutbar geworden ist, soll es für sich selbst einfordern dürfen. Künstlich konserviertes Leben verliert nicht nur physisch an Qualität. Auch die Psyche gerät in eine jämmerliche Verfassung, und wir kommen als Wrack in der nächsten Wirklichkeit an.

Die Alternative ist aufgeklärtes Sterben. Schmerzfrei, neugierig, mit einer kleinen Prise Galgenhumor – und glückliche Reise!"


Placeholder