Neues Positionspapier der ÖGHL zur Novellierung des StVfG
31. Okt. 2025

Die ÖGHL als führende Expertenorganisation hat der Bundesregierung sowie den Gesundheitssprecher:innen aller Parlamentsfraktionen ein aktuelles Positionspapier mit konkreten Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Sterbeverfügungsgesetzes (StVfG) übermittelt. Nach fast vier Jahren Anwendung des Gesetzes zeigen Erfahrungen aus der Praxis der Suizidhilfe und Angehörigenarbeit deutlich, dass es in mehreren Bereichen Verbesserungsbedarf gibt. Diese sollten im Sinne der Betroffenen bei einer künftigen Novellierung berücksichtigt werden.
Besonders problematisch ist derzeit, dass schwerkranke Sterbewillige Gefahr laufen, aus der bestehenden Versorgungskette herauszufallen. Die Einrichtungen des österreichischen Gesundheits- und Sozialwesens sehen sich bislang nicht für den assistierten Suizid zuständig – dadurch droht den Betroffenen eine faktische Benachteiligung. Das Thema in den privaten Bereich zu verlagern, kann jedoch keine tragfähige Lösung für leidende Menschen und ihre Angehörigen sein. Aus Sicht der ÖGHL ist es daher notwendig, gemeinnützige Sterbehilfevereine wie die ÖGHL selbst sowie eine qualitätsgesicherte, professionelle Suizidhilfe ausdrücklich im Gesetz zu verankern.
Hier können Sie das Positionspapier herunterladen:
Die zugehörigen APA-Meldung finden Sie hier: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20251031_OTS0048/sterbewillige-werden-in-oesterreich-alleine-gelassen
