Für ein Humanes Lebensende

Selbstbestimmtes Sterben in Würde.

Ziele der ÖGHL

Die Österreichische Gesellschaft für ein humanes Lebensende  (ÖGHL) setzt sich ein

  • für eine Kultur des humanen Sterbens in Österreich,
  • für die gesellschaftliche, politische und legale Durchsetzung des Rechts auf Selbstbestimmung am Lebensende, und
  • für die Entkriminalisierung der Sterbehilfe.
  • Eine Möglichkeit wäre das bewährte niederländische oder Schweizer Modell der Sterbehilfe auch in Österreich.

Leitsätze der ÖGHL

  1. Die ÖGHL betrachtet ein Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende als wesentlichen Teil der Autonomie des Menschen, deren Betonung und Anerkennung im Lauf der Geschichte zunahm und weiter zunehmen wird. Dieses Recht ist juristisch unstrittig.
  2. Die ÖGHL setzt sich dafür ein, Menschen die Möglichkeit zu geben, sinnloses und unerträgliches Leid am Lebensende zu vermeiden und dadurch ihre Menschenwürde zu erhalten.
  3. Die ÖGHL stützt sich auf die Empfehlungen der Bioethikkommission des Bundeskanzleramts („Sterben in Würde“, 2015), die eine Reform der Sterbehilferegelungen empfahl.
  4. Die ÖGHL propagiert eine Entkriminalisierung der Sterbehilfe, insbesondere die Liberalisierung von §78StGB „Mitwirkung am Selbstmord“ und von §77StGB „Tötung auf Verlangen“ durch Einfügung geeigneter qualifizierter Ausnahmen, in denen Sterbehilfe zulässig ist.
  5. Die ÖGHL ist einem humanistischen Weltbild verpflichtet. Die ÖGHL ist überkonfessionell und überparteilich. Die ÖGHL arbeitet auf wissenschaftlicher Grundlage und mit einem interdisziplinären Zugang zu Naturwissenschaften, Medizin, Geisteswissenschaften, Philosophie und Ethik sowie Rechtswissenschaft.
  6. Die ÖGHL trägt zur gesellschaftlichen und politischen Willensbildung bei, einschließlich der Vorbereitung von Gesetzesvorschlägen. Die ÖGHL sucht Brücken zwischen den sich wandelnden Weltbildern, die die Gesellschaft heute prägen. 
  7. Die ÖGHL muß geltendem Recht folgen und schließt daher explizit alle Tätigkeiten aus, die von §78StGB „Mitwirkung am Selbstmord“ und §77StGB „Tötung auf Verlangen“ umfaßt werden.
  8. Die ÖGHL richtet ihre Tätigkeit vor allem auf ein Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende im Kontext von unausweichlichem schwerem körperlichem oder psychischem Leid, insbesondere bei unheilbaren Krankheiten, unter ärztlicher und psychologischer Betreuung, und bei aufrechter Urteilskraft des Leidenden.
  9. Für viele Patienten ist die Angst vor zukünfigem Leid bis zum Lebensende und dem Verlust von Würde ebenso quälend wie die Erkrankung selbst. Die ÖGHL sieht daher bereits in der Möglichkeit, Sterbehilfe zu erhalten, eine wichtige Quelle von Angstlinderung für leidende Patienten.

 

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