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Ärztenetzwerk

Das Ärztenetzwerk der ÖGHL ist die zentrale Plattform für Ärztinnen und Ärzte, die sich mit Fragen des selbstbestimmten Lebensendes, des Sterbeverfügungsgesetzes (StVfG) sowie der ärztlichen Praxis des Assistierten Suizids im Spannungsfeld von Medizin, Ethik und Recht auseinandersetzen.

Es dient dem fachlichen Austausch, der Zusammenarbeit und der strukturierten Vernetzung in Österreich und international. Es bietet fachliche Informationen und Weiterbildung und wirkt als Interessensvertretung der Ärzteschaft gegenüber Politik, Kammern und anderen Institutionen. Über das Ärztenetzwerk können außer-dem Qualitätsstandards für Suizidassistenz erarbeitet werden.

Mitglieder des Ärztenetzwerkes können sich optional zusätzlich, bei Interesse, als Kooperationsarzt der ÖGHL in der Betreuung von Patient_innen engagieren.

 

Das Ärztenetzwerk steht allen Ärzt_innen aller Fachrichtungen offen.

Der Mehrwert des Ärztenetzwerks

Das Sterbeverfügungsgesetz hat einen neuen medizinischen Handlungsbereich geschaffen. Viele Ärzt_innen stehen dabei vor praktischen, rechtlichen und ethischen Fragen:

  • Wie ist professionell mit Sterbewünschen umzugehen?

  • Welche Standards geben Sicherheit in der medizinischen Praxis?

  • Wie lassen sich ärztliche Verantwortung, Fürsorge und Selbstbestimmung verbinden?

Gleichzeitig erwarten Patient_innen eine qualifizierte, verlässliche und menschlich zugewandte Versorgung. Das Ärztenetzwerk schafft Orientierung, kollegialen Austausch und professionelle Strukturen.

Unsere Grundlage: Fürsorge zur Autonomie

Grundlage unserer Tätigkeit sind die geltenden Bestimmungen des österreichischen Sterbeverfügungsgesetzes (StVfG) sowie die damit verbundenen medizinischen, ethischen und rechtlichen Sorgfaltspflichten.

Darauf aufbauend bildet der von der ÖGHL entwickelte Praxisleitfaden „Fürsorge zur Autonomie“ den fachlichen Orientierungsrahmen des Ärztenetzwerks.

Der Leitfaden verbindet Selbstbestimmung mit professioneller Fürsorge und schafft strukturierte Standards für verantwortungsvolle Begleitung, klare Abläufe und hohe Versorgungsqualität. Er versteht sich als österreichweiter Referenzrahmen für gute Praxis im Bereich des assistierten Sterbens.

Was bietet das Ärztenetzwerk?

Mitglieder des Netzwerks erhalten Zugang zu einem professionellen Forum für Austausch, Weiterbildung und Zusammenarbeit.

Dazu gehören insbesondere:

  • Fachinformationen zu Medizin, Recht und Ethik

  • Fortbildungen, Webinare und ärztliche Fachgespräche

  • Austausch mit erfahrenen Kolleg_innen

  • Unterstützung bei organisatorischen Fragestellungen

  • Mitarbeit an Qualitätsstandards und Weiterentwicklung des Feldes

  • Interessensvertretung gegenüber Institutionen, Standesvertretungen und relevanten Entscheidungsträger_innen

  • Möglichkeit, sich zusätzlich (optional) als Kooperationsarzt der ÖGHL in der Betreuung von Patient_innen zu engagieren

Wem steht das Netzwerk offen?

Das Ärztenetzwerk richtet sich an Ärzt_innen aller Fachrichtungen, insbesondere aus:

  • Allgemeinmedizin

  • Palliativmedizin

  • Psychiatrie

  • Innerer Medizin

  • Schmerzmedizin

  • Geriatrie

  • sowie an alle fachlich interessierten Ärzt_innen

Voraussetzung für die Teilnahme am Ärztenetzwerk ist eine Mitgliedschaft bei der ÖGHL. Eine aktive Tätigkeit im Bereich Sterbeverfügung ist nicht erforderlich.

Freiwillige Kooperation

Mitglieder können – sofern gewünscht – als Kooperationsärzt_innen zur Verfügung stehen, etwa für:

 

  • Aufklärungsgespräche gemäß § 7 StVfG
    (Für das ärztliche Aufklärungsgespräch können Sie unser Musterformular verwenden, das eine gesetzeskonforme Dokumentation sicherstellt.)

  • Begutachtungen

  • Zweitmeinungen

  • palliativmedizinische Mitbetreuung

  • regionale Versorgung

  • ärztliche Hilfeleistungen im gesetzlichen Rahmen

 

Jede Mitwirkung erfolgt ausschließlich freiwillig und entsprechend persönlicher Gewissensentscheidungen.

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