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Gallup-Umfrage zu assistiertem Suizid

29. Okt. 2026

Foto: Gallup

Das Meinungsforschungsinstitut Gallup befragte die österreichische Bevölkerung zu ihrer Einstellung zu Sterbehilfe. Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema fast flächendeckend bekannt ist, die gesetzlichen Grundlagen jedoch viel weniger. Selbstbestimmte Entscheidungen am Lebensende werden weitgehend respektiert und eine professionelle Unterstützung durch Vereine überwiegend befürwortet.


Die repräsentative Befragung wurde zwischen 30. September und 15. Oktober 2026 an tausend erwachsenen Personen durchgeführt. Dabei gaben 92% der Befragten an, bereits von assistiertem Suizid gehört zu haben. Das Sterbeverfügungsgesetz war nur 53% ein Begriff. Einen Bedarf an mehr Information zum gesetzlichen Rahmen äußerten 59%. Etwas mehr als die Hälfte können sich vorstellen, durch assistierten Suizid aus dem Leben zu scheiden, und fast zwei Drittel würden den Wunsch nach Sterbehilfe bei einem Familienmitglied akzeptieren.


Eine Mehrheit von 88% der Befragten hält eine Begleitung durch fachlich qualifizierte Organisationen oder Vereine für sehr wichtig oder wichtig und rund zwei Drittel sprechen sich für eine öffentliche (Mit-)Finanzierung solcher Vereine aus.


Die Umfrageergebnisse wurden bereits am Tag ihrer Veröffentlichung (29.10.) von zahlreichen Medien aufgegriffen. Für ÖGHL-Präsidentin Christina Kaneider sind sie eine Bestätigung ihrer Erfahrungen und ein klarer Auftrag, weiter für Selbstbestimmung am Lebensende und die unverzichtbare professionelle Begleitung sterbewilliger Menschen einzutreten. „Jetzt geht es darum, wie gute Suizidhilfe gelingen kann“, äußerte sie gegenüber der APA. „Dafür müssen Politik und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens die Arbeit spezialisierter Vereine anerkennen und mit ihnen zusammenarbeiten.“

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